Kartell der Waschmittelhersteller nun auch in China
Die vier großen Waschmittelhersteller, die sich vier Fünftel des chinesischen Marktes »teilen«, erhöhten im Mai die Preise für ihre Produkte um durchschnittlich zehn Prozent.
Die vier großen im Geschäft sind »Procter&Gamble«, »Unilever«, »Guangzhou Liby« und »Zhejiang Nice Group«. Aber nur Unilever wurde zur Zahlung einer Geldstrafe verdonnert und musste zwei Millionen Yuan (RMB) rüber schieben.
Warum? Nicht wegen der Preisabsprache. Auch nicht wegen der Preiserhöhung. Nein. Unilever hat schon Anfang des Jahres die Pläne für die Preiserhöhung öffentlich gemacht. Das war in den Augen der »Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform« ein Fehler. Denn seit der Bekanntgabe der Pläne der Preiserhöhung haben die Menschen die Märkte gestürmt, um sich die diversen Waschmittel – und andere Drogerieprodukte – noch zum alten, niedrigen Preis zu besorgen. Dies hat einerseits die Versorgungslage verändert, was nicht im Sinne eines planwirtschaftlichen Paradigmas ist, ferner »schürte« die Ankündigung einer Preiserhöhung die Angst vor Inflation. Und das hat – oder kann haben – weit reichende Auswirkung auf den Markt und die Preis- und Lohnentwicklung. Wer nämlich befürchten muss, dass sein Leben teurer wird, der nimmt andere Positionen ein in Verhandlungen um Löhne oder auch Preise.
Wer hier absurdes Verhalten chinesischer, staatlicher Behörden sieht – das Verhalten ist weniger absurd als das Verhalten der EU-Spinner. Siehe auch »Kartell bei Waschmitteln«.
Übrigens sind zwei Millionen Yuan ungefähr 200 Tausend Euro. Eigentlich Portokasse für Unilever.
Lenor Vollwaschmittel
Lenor ist der allseits bekannte Weichspüler aus dem Hause Procter&Gamble. Lenor, kennt ihr doch. Beworben wird der Weichspüler durch den putzigen Bären, der tagsüber Kondensmilch von den Bergen rollt, um sich nach getaner Arbeit auf Handtüchern auszuruhen.
Ja, an Juli 2011 gibt es auch Lenor als Vollwaschmittel. In Pulver und flüssig. Und natürlich in verschiedenen Duftnoten: Sommerregen + Weiße Lilie, BlütenBouquet und Sonnenstrahl + Orangenblüte. Es sind die Duftnoten, die es schon beim Weichspüler gibt.
Procter&Gamble hofft, den Waschmittel-Markt von hinten aufzurollen und alle Kunden noch mehr zu binden, die schon den Lenor Weichspüler nutzen. Dabei gibt es gute Gründe auf den Weichspüler ganz zu verzichten. Denn gerade die modernen Klamotten werden immer öfter mit Elastan versetzt. Und Weichspüler und Elastan vertragen sich so gar nicht. Wer seine (ihre) Unterwäsche mit Weichspüler behandelt, hat selten lange was von. Siehe »Unterwäsche ohne Weichspüler waschen«. Aber auch die ganze Stretch-Kleidung (auch hier ist Elastan inside), die seit Jahren vorwiegend den Damen-Sektor dominiert, sollte tunlichst ohne Weichspüler aus der Waschmaschine kommen.
Es gibt nur wenige Wäschestücke, die man mit Weichspüler waschen könnte. Aber mir fallen keine ein. Eigentlich ist ein Weichspüler das unnützeste Zeug in der Waschküche und taugte früher höchstens als Droge. Aber selbst diese Zeiten sind schon vorbei.
Mondkalender hilft Waschmittel sparen
Ganz zufällig – wirklich, Hand auf Herz – bin ich auf den Mondkalender des Romanus-Verlages gestoßen. Da heißt es für die Tage vom 3. bis zum 5. Mai 2011: »Weniger Waschmittel«.
Leider, leider haben wir heute schon den 6. Mai. Also Chance verpasst. Wenn ich bloß wüsste, wann man wieder bei der Wäsche das Waschmittel sparen könnte. Aber so lange kann ich nicht warten.
Persil hat Geburtstag
Heute vor 104 Jahren, am 6. Juni 1907, erblickte Persil das Tageslicht.
Wir gratulieren.
Polen dominiert den Waschmaschinenmarkt
Miele, Siemens, Bosch … Deutsche Namen dominierten lange Zeit den Markt der Waschmaschinen. Aber schon lange ist es mit dieser Herrlichkeit vorbei.
Miele produziert die Waschmaschinen nach wie vor im Hauptwerk Gütersloh, Siemens/Bosch in Ostdeutschland – allerdings nur die teuren Geräte. Die untere Preisklasse wird aus China beliefert.
Den umgekehrten Weg geht Samsung und lässt in Polen produzieren. So ist Polen in Sachen Weiße Ware (Waschmaschinen, Kühlschränke, Herde …) mittlerweile mit 15 Millionen produzierter Geräte pro Jahr die Nummer 1 in Europa. Ist das nicht lustig? Und der Markt wächst. Analysten schätzen für Polen die Steigerungsraten bei Weißer Ware auf stolze 5%.