Miele Waschmaschine für Kinder

Ha, ha. Ich hätte vermutet, dass das Modell schon etwas älter ist. Denn schließlich wird überall ein Aufschrei – neumodern Shitstorm – losgelassen, dass solcherlei Spielzeug überkommene Rollenmuster festigt. Oder kann sich jemand vorstellen, dass eine Spielzeugwaschmaschine in Jungenhände gelangt? Eher nicht. Eher werden kleine Mädchen an so einem Spielzeug gefallen finden.

Aber zum Modell selbst. Wie meine Augen mit Verwunderung und Erstaunen feststellen mussten, verfügt diese »Waschmaschine« über sämtliche Waschprogramme, die heutzutage üblich sind: Kochwäsche, Pflegeleicht, Seide und Wolle. Und auch Fremdsprachen kommen nicht zu kurz. Alle Beschriftung sind in Deutsch, Französisch und Englisch gehalten. Boh. Und schleudern kann die Maschine bis 1600 Umdrehungen pro Minute. Wahnsinn.

Natürlich wird alles nur per Sound erledigt. Die Eltern brauchen also keine Angst zu haben, dass Töchterchen das Kinderzimmer unter Wasser setzt. Nee, das tun nur die Mütter.

Veröffentlicht am 03.05.2012
Schlagworte: video miele kinder

Urban Knitting in Bielefeld

Flauschiges OWL.

Unsere Stadt soll schöner werden. Das ist das neue: Urban Knitting – urbanes Stricken. Das sind Fotos aus Bielefeld – direkt am Jahrplatz.

Urban Knitting Bielefeld

Urban Knitting

Wer mitmachen will, an einem gestrickten Graffito stand die Mail-Adresse: FlauschigesOWL@gmx.com.

Flauschiges OWL

Guerilla Knitting Bielefeld

Wie man sieht: schöner und fröhlicher wird Bielefeld durch das Guerilla Knitting nicht wirklich.

Veröffentlicht am 17.04.2012
Schlagworte: diy

The Scrubba Wash Bag – Handwäsche leicht gemacht

Es gibt gelegentlich die Notwendigkeit Handwäsche zu machen. Es sei denn unterwegs auf einem Tripp durch die Pampa oder, weil die Waschmaschine mal den Geist aufgegeben hat. Auch so manche Studentenbude muss ohne den Waschknechten auskommen und der Gang zu der nächsten Münzwäscherei ist zu weit. Dann greift man beherzt selbst in die schmutzige Wäsche.

Die Handwäsche in einem offenen Behälter oder Waschbecken ist sicher die gängigste Art. Es geht aber auch anders wie ich mal hier im Post »Handwäsche mit Pömpel« beschrieben habe.

Eine weitere Möglichkeit ist ein wasserdichter Sack wie der Scrubba-Wash-Bag. Es ist ein einfacher Sack. So etwas benutze ich als Regenschutz für meine Kamera, wenn ich unterwegs bin. Es gibt solche Säcke in verschiedenen Größen. Der Scrubba-Wash-Bag hat im Inneren noch eine zusätzliche Noppenplatte. Es geht aber auch ohne.

Der Vorteil dieser Handwasch-Methode ist, dass man den Kontakt mit der Waschlauge so gut vermeiden kann – gerade, wenn man des Öfteren Handwäsche machen muss. Wer will schon jeden zweiten Tag mit Schrumpelfingern kämpfen müssen.

Hier der Scrubba -Wasch-Sack im Einsatz:

Veröffentlicht am 12.04.2012
Schlagworte: video erfindung allergie handwäsche

Haltbarkeitsdatum an Putzmitteln unnötig

Die Handelsketten haben neuerdings auf ihre Putz- und Waschmittel Haltbarkeitsdaten aufgedruckt. Vermutlich aus lauter Angst, etwas falsch zu machen. Dann lieber etwas tief stapeln als zu riskieren, dass man dem Vorwurf ausgesetzt ist, die Produkte wären schlecht. Also sichert man sich mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum ab.

Nun sind die Putzmittel auch nach Jahren noch ohne große Einbußen zu gebrauchen. Keiner muss befürchten, dass der Frühjahrsputz oder die Wäsche nicht gelingt, nur weil das Putzmittel seine Putz- und Waschkraft verloren hat. Auch zehn Jahre alte Waschmittel waschen noch genauso. Vielleicht riechen sie nicht mehr so verführerisch wie am ersten Tag.

Aber vielleicht steckt hinter dem Mindesthaltbarkeitsdatum etwas anderes: Da man Waschmittel sehr gut hamstern kann – siehe meinen Post »Waschmittel als Währung« –, wollen die Handelsketten genau dies verhindert. Denn wenn die Menschen davon ausgehen, dass Waschmittel leicht verderbliche Ware wären, wären sie weniger geneigt Waschpulver und Co. in Krisenzeiten zu bevorraten.

Im Moment sind nur die Drogerieketten dabei ihre Putzmittel mit dem Haltbarkeitsdatum zu versehen. Dies könnte sich aber in Zukunft ändern.

Veröffentlicht am 11.04.2012
Schlagworte: sparen waschmittel

Waschmittel als Währung in Krisenzeiten

In den USA wird Waschmittel geklaut und auf dem Schwarzmarkt als Tauschmittel verwendet. Und das obwohl die Krise noch gar nicht richtig angefangen hat. Oder anders gesagt: Die Zukunft ist schon da – bloß noch nicht überall.

Vielen Menschen in den USA geht es schlecht. Vierzig Millionen Amerikaner bekommen Lebensmittelkarten. Und es sind nicht die Schwarzen, für die der Staat seit Jahrzehnten sorgt. Es sind eher die Weißen, die in den Ruin getrieben wurden. Beispielsweise durch Belastungen zugunsten der Schwarzen. Und diese Menschen müssen den Cent mehrmals umdrehen, bevor sie ihn gegen Ware tauschen.

Und so entwickelt sich ein Schwarzmarkt, wo man Ware gegen Ware kauft. Und damit dieser Warenverkehr funktioniert, braucht man ein Tauschmittel – heute ist es in vielen Fällen das Waschmittel – oft Tide.

Aus früheren Krisen kennen wir vor allem Zigaretten und Alkohol als Tauschmittel auf dem Schwarzmarkt. Das muss bei der nächsten Krise aber nicht so sein. Denn es rauchen mittlerweile viel weniger Menschen als es noch vor Jahrzehnten der Fall war und auch der Alkohol verlor viele seiner Bedeutungen – zum Beispiel als Desinfektions- und Arzneimittel.

In Zukunft werden sich voraussichtlich andere Tauschmittel durchsetzten. Zum Beispiel Waschmittel.

Waschmittel eignet sich als Währung seht gut, da es viele grundlegende Währungseigenschaften besitzt:

  • es ist unbegrenzt haltbar – bei trockener Lagerung
  • ist beliebig teilbar – sowohl Pulver wie auch in flüssiger Form
  • besitzt hohe Wertdichte
  • Nachfrage bleibt bestehen
  • ist nicht einfach und beliebig vermehrbar – schon gar nicht in Krisenzeiten

Darüber hinaus ist Waschmittel wichtig für Hygiene und Vermeidung von Krankheiten. Und natürlich eignet sich das Waschmittel dazu, seinen Status zu betonen. Wenn es tatsächlich zu einer schweren Krise kommen sollte, wird man die Erfolgreichen nicht zuletzt an sauberen Kleidern erkennen können. Das alles ist Gold wert.

Siehe auch:
Nice Waschmittel vom Laster gefallen
Weißrussland in Versorgungsnotstand
Tide Loads of Hope wieder unterwegs

Veröffentlicht am 27.03.2012
Schlagworte: sparen hygiene waschmittel andere kulturen p&g

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