Waschmittel als Währung in Krisenzeiten

In den USA wird Waschmittel geklaut und auf dem Schwarzmarkt als Tauschmittel verwendet. Und das obwohl die Krise noch gar nicht richtig angefangen hat. Oder anders gesagt: Die Zukunft ist schon da – bloß noch nicht überall.

Vielen Menschen in den USA geht es schlecht. Vierzig Millionen Amerikaner bekommen Lebensmittelkarten. Und es sind nicht die Schwarzen, für die der Staat seit Jahrzehnten sorgt. Es sind eher die Weißen, die in den Ruin getrieben wurden. Beispielsweise durch Belastungen zugunsten der Schwarzen. Und diese Menschen müssen den Cent mehrmals umdrehen, bevor sie ihn gegen Ware tauschen.

Und so entwickelt sich ein Schwarzmarkt, wo man Ware gegen Ware kauft. Und damit dieser Warenverkehr funktioniert, braucht man ein Tauschmittel – heute ist es in vielen Fällen das Waschmittel – oft Tide.

Aus früheren Krisen kennen wir vor allem Zigaretten und Alkohol als Tauschmittel auf dem Schwarzmarkt. Das muss bei der nächsten Krise aber nicht so sein. Denn es rauchen mittlerweile viel weniger Menschen als es noch vor Jahrzehnten der Fall war und auch der Alkohol verlor viele seiner Bedeutungen – zum Beispiel als Desinfektions- und Arzneimittel.

In Zukunft werden sich voraussichtlich andere Tauschmittel durchsetzten. Zum Beispiel Waschmittel.

Waschmittel eignet sich als Währung seht gut, da es viele grundlegende Währungseigenschaften besitzt:

  • es ist unbegrenzt haltbar – bei trockener Lagerung
  • ist beliebig teilbar – sowohl Pulver wie auch in flüssiger Form
  • besitzt hohe Wertdichte
  • Nachfrage bleibt bestehen
  • ist nicht einfach und beliebig vermehrbar – schon gar nicht in Krisenzeiten

Darüber hinaus ist Waschmittel wichtig für Hygiene und Vermeidung von Krankheiten. Und natürlich eignet sich das Waschmittel dazu, seinen Status zu betonen. Wenn es tatsächlich zu einer schweren Krise kommen sollte, wird man die Erfolgreichen nicht zuletzt an sauberen Kleidern erkennen können. Das alles ist Gold wert.

Siehe auch:
Nice Waschmittel vom Laster gefallen
Weißrussland in Versorgungsnotstand
Tide Loads of Hope wieder unterwegs

Veröffentlicht am 27.03.2012
Schlagworte: sparen hygiene waschmittel andere kulturen p&g

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